Was vor wenigen Jahren noch als Nischenthema galt, entwickelt sich zum globalen Massenphänomen: Elektroautos erobern immer mehr Märkte ausserhalb Europas und Chinas. Länder wie Indonesien, Vietnam und Saudi-Arabien haben in den vergangenen Monaten milliardenschwere Förderprogramme angekündigt, um den Umstieg auf E-Mobilität zu beschleunigen.
Hintergrund ist ein Zusammenspiel aus sinkenden Batteriepreisen, wachsendem Ladeinfrastruktur-Ausbau und politischem Druck, die eigene Abhängigkeit von Erdölimporten zu verringern. Branchenanalysten gehen davon aus, dass der weltweite Absatz von Elektrofahrzeugen in den kommenden Jahren weiter deutlich zulegen wird, getrieben vor allem durch günstigere Modelle aus Fernost.
Auch etablierte Autohersteller aus Europa und den USA reagieren auf den Trend und bringen vermehrt preiswertere Elektromodelle auf den Markt, um im internationalen Wettbewerb nicht ins Hintertreffen zu geraten. Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass der Ausbau der nötigen Lade- und Stromnetz-Infrastruktur in vielen Schwellenländern mit dem schnellen Wachstum kaum Schritt halten kann.
Für Verbraucher bedeutet der Boom vor allem eines: ein wachsendes Angebot an Modellen in nahezu allen Preisklassen — und einen Wettlauf der Hersteller, der langfristig auch die Preise weiter drücken dürfte.